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Groenemeyer-Konzert zum G8-Gipfel

Diese Woche in VANTIY FAIR: Kanzleramtsminister Thomas de Maizière begrüßt Grönemeyer-Konzert zum G8-Gipfel

Kanzleramtsminister Thomas de Maizière hat die Dialogbereitschaft der Bundesregierung gegenüber den Globalisierungskritikern bekräftigt. Deutschland habe sich bemüht, mit den Kritikern ins Gespräch zu kommen, “vielleicht mehr als andere G8-Gastgeber”, sagte de Maizière zu VANITY FAIR. De Maizière rechnet nicht mit negativen Folgen für Heiligendamm und die Region an der Ostseeküste. “Ich bin zuversichtlich, dass es nicht zu einem Imageschaden kommen wird”, sagte de Maizière. “Wir wollen alles tun, damit der Name nicht mit Chaoten und Gewalttätern verbunden wird.” Außerdem bewerte er vieles nicht als Protest: “Es ist doch gut, wenn Herbert Grönemeyer und der Sänger von U2, Bono, ein großes Konzert zum G8-Gipfel geben, und Bono sich vorher mit der Bundeskanzlerin trifft, um sie in ihren Aktivitäten zum Klimaschutz und für Afrika zu unterstützen.”

Der Name Heiligendamm solle später mit einem wegweisenden Gipfel in Verbindung gebracht werden. Zu den Verhandlungszielen der Bundesregierung mit ihren G8-Partnern sagte de Maizière: “Wir wünschen uns, dass Heiligendamm für den Einstieg steht, die internationalen Finanzmärkte besser zu kontrollieren. Wenn es uns außerdem gelänge, gemeinsam entschlossen auf den Klimawandel zu reagieren, dann wäre das ein Fortschritt für die Menschheit.” Auch Europa habe “eine Weile gebraucht, bis wir uns auf Klimaschutz-Ziele verständigen konnten. Ich bin aber sicher, dass das G8-Treffen besser als alle anderen Foren geeignet ist, die USA, Japan, China und Indien zu überzeugen, mehr für den Klimaschutz zu tun. Wenn es gelänge, einen Mentalitätswechsel herbeizuführen, wären wir darauf stolz.”

Das ganze Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von VANITY FAIR.

Guido Westerwelle kritisiert Intellektuelle in RAF-Debatte

FDP-Chef Guido Westerwelle hat die Haltung von Intellektuellen in der RAF-Debatte kritisiert.

Er habe “keinerlei Sympathie” für Leute, die Terroristen als “verhinderte Freiheitskämpfer” bezeichneten, sagte Westerwelle am Montagabend in der N24-Talksendung “Was erlauben Strunz”. Er “schäme sich”, dass “solche Leute ein solches Forum finden.” Zuletzt war etwa der Theaterregisseur Claus Peymann in die Schlagzeilen geraten, weil er dem früheren RAF-Mitglied Christian Klar einen Praktikumsplatz angeboten hatte.

Es gebe da auch “ein paar unbedachte Trends”, wenn etwa Schauspieler mit “T-Shirts mit aufgedruckten RAF-Symbolen” herumliefen, fügte der FDP-Politiker hinzu. “Es schüttelt mich, wenn die Leute mit den Terrorakten so leichtfertig umgehen”, sagte Westerwelle. Die Terroristen von damals seien “kein bisschen besser” als die Al-Qaida-Terroristen von heute und hätten Menschen “bestialisch” ermordet.

“Was erlauben Strunz” – immer montags um 23:30 Uhr auf N24.