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Klimakatastrophe ist Wort des Jahres 2007

LVZ – zu: Wort des Jahres und Klimaindex Katastrophen-Zeitgeist

Klimakatastrophe schlägt Herdprämie: Donnerwetter! Bei soviel Einfallsreichtum bei der Wahl zum Wort des Jahres 2007 verschlägt es einem fast die Sprache. Beide überstrapazierten Begriffe können auch die Hitliste beim Unwort des Jahres problemlos anführen. Denn nichts bedient apokalyptische Sehnsüchte so sehr wie das Zittern vor dem realitätsfernen, aber gefühlt nahen Weltuntergang.

Und nichts ist arroganter als der Zynismus, mit der Herdprämie alle Mütter oder Väter mit bezahlter Kinderauszeit zu stigmatisieren. Doch beide Doppelwörter passen eben gut ins Zeitgeist-Klima. Über nichts wurde mehr gesprochen in diesem Jahr als über das Katastrophen-Wetter im Frühjahr, Sommer, Herbst, Winter und die Familienrezepte aus der Fürsorgeküche von Bundes-Übermutter Ursula von der Leyen. Gut, da war noch Eisbär Knut, aber auch der ist angesichts tauender Eisschollen längst für den Klimaschutzdienst rekrutiert. Insoweit konnte die Jury gar nicht anders prämieren. Grund zur Freude für Katastrophen-Beschwörer gibt es auch in Bali. Nicht, dass die UN-Klimakonferenz schon den großen Durchbruch zu weniger Schadstoffausstößen zu vermelden hätte. Dafür gibt es jetzt schon mal eine Tabelle, wer im Rennen um die Klimaschutz-Weltmeisterschaft die Nase vorn hat. Noch führen die Smörebrot-Esser aus Schweden. Doch Achtung:

Deutschland folgt dicht auf. Und während die Schweden weiter fröhlich heimisches Holz verheizen, werden deutsche Ofenbesitzer gerade mit aberwitzigen Filter-Gängeleien ausgebremst. Der Umwelt-Pisa-Sieg ist für den deutschen Superschüler also noch drin. Denn das teure Klimapaket, das die Bundesbürger rechtzeitig vorm Gabenfest unter ihrem Christbaum finden, ist für die Titelvergabe noch gar nicht eingerechnet. Doch was anfangen mit dem Wort des Jahres und der grünen Vizeweltmeisterschaft? Seinen eigenen Beitrag leisten und auf den Weihnachtsbaum verzichten, wie die Grüne Jugend aus dem Thüringer Wald revolutionär fordert? Nein, es reicht schon am heutigen Sonnabend auf die Tagesschau zu verzichten und für fünf Minuten das Licht auszuknipsen. Oder die Energiesparlampen anzuschalten – je nachdem, welcher Kampagne man eher zugeneigt ist. Nur die evangelische Landeskirche Sachsen – wer auch sonst – stellt sich wie beim adventlichen Ladenschluss mal wieder quer und verweigert sich dem kollektiven Drang zum Zeichen setzen. Statt Mutter Erde wenigstens für fünf Minuten zu retten, wollen die Nachfolger Luthers lieber mit einer eigenen Adventsaktion das Licht ins ferne Papua-Neuguinea bringen. Ein lohnenswertes Projekt, aber mit hohem Risiko. Denn damit droht die Kirche als “Klimaschutz-Querulant” selbst zum Kandidaten für das Wort des Jahres 2008 zu werden. Oder sollte uns in stürmischen Zeiten besser allen ein Licht aufgehen, das Umweltproblem nüchtern, unaufgeregt und für alle bezahlbar anzupacken? (Leipziger Volkszeitung)

Sex im Internet – Kick per Klick

Kick per Klick: Verlieren wir alle Hemmungen? Pornografie ist mittels Internet zum Massenphänomen geworden – nicht mehr nur für Männer.

Googelt man das Stichwort “Sex”, spuckt die Suchmaschine 460 Millionen Links aus. Rund ein Drittel aller deutschen Internetnutzer konsumieren Pornografie online. Die Darstellung von Sex ist kein Phänomen der Neuzeit. Schon steinzeitliche Höhlenwände weisen Darstellungen kopulierender Paare auf. Das Internet hat allerdings ganz neue Dimensionen geschaffen: Die verlorene Lust im Ehebett erwacht bei so manchem Partner wieder vor dem Computer. Paare stellen ihre privaten Sexfilmchen ins Netz. Und auch immer mehr Frauen entwickeln nackte Leidenschaften fürs WorldWideWeb.

Die Titelgeschichte der aktuellen P.M. PERSPEKTIVE fragt nach, wohin  diese gesellschaftliche Entwicklungen führen wird – in eine Gesellschaft ohne Scham und Moral? Und wie gefährlich ist Pornografie wirklich?

P.M. PERSPEKTIVE ist ab sofort im Handel für 5,00 Euro erhältlich.

Trennungsgrund Seitensprung

Trennungsgrund Seitensprung – Eine neue Paartherapie kann das Beziehungs-Aus verhindern

Fliegt ein Seitensprung auf, führt dies bei den meisten Paaren zur Trennung. Zu schwer wiegt der Vertrauensverlust, zu groß ist die Verletzung beim Betrogenen. Wie die Zeitschrift VITAL in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, haben Psychologen an der Technischen Universität Braunschweig eine neue Therapie entwickelt, die das Beziehungs-Aus verhindern soll.

Grundlage der dreiphasigen Therapie, die insgesamt 25 Sitzungen umfasst, ist die Traumaforschung. “Betrogene sind traumatisiert und nicht in der Lage, das Geschehen zu verarbeiten”, erläutert Dr. Christoph Kröger, Leiter des Braunschweiger Modells. “Mit den herkömmlichen Methoden der Paartherapie kommt man hier nicht weiter.”

In der ersten Phase geht es um Schadensbegrenzung, das Paar legt Verhaltensregeln fest, um einander nicht weiter zu verletzen. Dazu gehören etwa ein Codewort, damit ein Streit nicht eskaliert, oder der Verzicht auf endlose Problemgespräche mit Freunden, durch die sich die Positionen weiter verhärten könnten. Schwerpunkt der zweiten Therapiephase ist ein Brief an den Partner. “In Ruhe Worte für seine Gefühle zu finden hilft dem Gehirn, das Geschehene zu verarbeiten”, erklärt Kröger. Danach versuchen beide, die Schwachstellen in der Beziehung zu identifizieren, die die Affäre überhaupt ermöglicht haben.

Entscheidet sich das Paar danach für eine gemeinsame Zukunft, folgt die dritte Phase, in der für die jeweiligen Risikobereiche der Beziehung individuelle Lösungen erarbeitet werden.

Die Erfolgsquote der Braunschweiger ist hoch: Nur zwei Paare brachen die Therapie ab. Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg ist allerdings, dass die Vorschläge aus den Sitzungen konsequent im Alltag umgesetzt werden.

Frauen stehen nicht auf schweigsame Maenner!

Eine Exklusiv-Umfrage der Frauenzeitschrift Laura ergab: Frauen stehen nicht auf schweigsame Männer!

Morgens ist er zu müde zum Reden und abends zu gestresst – warum bekommen Männer eigentlich so oft den Mund nicht auf? Dauerndes Schweigen stört Frauen am meisten an ihren Ehemännern. 56 Prozent würden sich gern öfter und länger mit ihren Partnern unterhalten. Das ergab eine Exklusiv-Umfrage der wöchentlichen Frauenzeitschrift Laura aus der Bauer Verlagsgruppe.

Nicht gerade amüsiert sind sie auch darüber, dass ihre Männer nicht einmal die neue Frisur oder gar das neue Kleid bemerken. Knapp die Hälfte von ihnen wünscht sich mehr Aufmerksamkeit (45 Prozent). Auch die Unordnung der männlichen Spezie trägt nicht gerade zum Ehefrieden bei. 34 Prozent wünschen sich, dass ihre Männer weniger herumliegen lassen. Ein knappes Drittel der Ehefrauen ärgert sich, wenn ihr Partner die Freizeit lieber mit seinen Kumpels als mit ihr verbringt. Weniger wichtig scheint hingegen der Kampf um die Fernbedienung. Nur 18 Prozent sind verstimmt, wenn er die Macht über das Fernsehprogramm nicht aufgibt.

Für Laura befragte das Meinungsforschungsinstitut Gewis 1.058 Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Mehrfachnennungen waren möglich. Die vollständige Umfrage wird in Heft Nr. 21 (EVT 16.05.2007) veröffentlicht.

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