Hollywood-Star Scarlett Johansson über ihre Reise in die Slums von Indien und Sri Lanka: “Im ersten Augenblick glaubte ich, das wäre alles zu viel für mich.”
“Im ersten Augenblick glaubte ich, das wäre alles zu viel für mich, aber dann war ich so entsetzt über die Lebensbedingungen dieser Menschen, dass ich, statt durchzudrehen, einfach nur erschüttert war. So hatte ich es mir nicht vorgestellt”, beschreibt Scarlett Johansson in VANITY FAIR die Eindrücke, die sie auf ihrer Reise in die Slums von Indien und Sri Lanka machte. Als Botschafterin der internationalen Hilfsorganisation Oxfam traf die Schauspielerin vor Ort Menschen, die in extremer Armut leben – eine Erfahrung, die sie tief bewegt hat: “Wenn man so etwas im Fernsehen sieht, ist man voller Mitleid, aber wenn man selbst hinkommt, muss man es als Realität akzeptieren.” Nachdenklich fügt sie hinzu: “Ich könnte nicht weiter von Los Angeles entfernt sein.”
Die 22-Jährige besuchte unter anderem eine Dorfschule im indischen Uttar Pradesh und begleitete Dalit-Kinder, die der untersten Kaste angehören, auf ihrem Schulweg. Sie sagt: “Es ist ein großes Glück für mich, hier zu sein. Nicht jeder hat die Möglichkeit, das alles aus erster Hand zu erfahren.” Während der Reise wuchs ihr Unverständnis gegenüber der indischen Regierung: “Diese Kinder arbeiten für Kartoffeln. Es ist ein Wahnsinn, dass die Regierung ihren Familien nicht irgendwie hilft.” Auch in Zukunft will sich Johansson für arme Menschen engagieren, denn “wenn man Menschen wie die Dalit-Mädchen kennengelernt hat, kann man sich nicht einfach so wieder abwenden. Wandel braucht Zeit. Es ist ein langer, mühsamer Weg. Aber es geht voran.”
Den gesamten Bericht über Scarlett Johanssons Indienreise zusammen mit einer beeindruckenden Fotostrecke finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VANITY FAIR.