» 2007 » August

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Medien Weblog

Hollywood-Star Scarlett Johansson – Reise nach Indien

Hollywood-Star Scarlett Johansson über ihre Reise in die Slums von Indien und Sri Lanka: “Im ersten Augenblick glaubte ich, das wäre alles zu viel für mich.”

“Im ersten Augenblick glaubte ich, das wäre alles zu viel für mich, aber dann war ich so entsetzt über die Lebensbedingungen dieser Menschen, dass ich, statt durchzudrehen, einfach nur erschüttert war. So hatte ich es mir nicht vorgestellt”, beschreibt Scarlett Johansson in VANITY FAIR die Eindrücke, die sie auf ihrer Reise in die Slums von Indien und Sri Lanka machte. Als Botschafterin der internationalen Hilfsorganisation Oxfam traf die Schauspielerin vor Ort Menschen, die in extremer Armut leben – eine Erfahrung, die sie tief bewegt hat: “Wenn man so etwas im Fernsehen sieht, ist man voller Mitleid, aber wenn man selbst hinkommt, muss man es als Realität akzeptieren.” Nachdenklich fügt sie hinzu: “Ich könnte nicht weiter von Los Angeles entfernt sein.”

Die 22-Jährige besuchte unter anderem eine Dorfschule im indischen Uttar Pradesh und begleitete Dalit-Kinder, die der untersten Kaste angehören, auf ihrem Schulweg. Sie sagt: “Es ist ein großes Glück für mich, hier zu sein. Nicht jeder hat die Möglichkeit, das alles aus erster Hand zu erfahren.” Während der Reise wuchs ihr Unverständnis gegenüber der indischen Regierung: “Diese Kinder arbeiten für Kartoffeln. Es ist ein Wahnsinn, dass die Regierung ihren Familien nicht irgendwie hilft.” Auch in Zukunft will sich Johansson für arme Menschen engagieren, denn “wenn man Menschen wie die Dalit-Mädchen kennengelernt hat, kann man sich nicht einfach so wieder abwenden. Wandel braucht Zeit. Es ist ein langer, mühsamer Weg. Aber es geht voran.”

Den gesamten Bericht über Scarlett Johanssons Indienreise zusammen mit einer beeindruckenden Fotostrecke finden Sie in der aktuellen Ausgabe von VANITY FAIR.

ARD Sendekonzept fuer Deutschlandtour 2007

Neues Sendekonzept für Deutschlandtour im Ersten: weniger Live-Bilder – mehr Hintergrund – Veranstalter verpflichten sich zu umfangreichem Maßnahmenkatalog im Kampf gegen Doping

Die ARD hat ihr Sendekonzept für die Berichterstattung über die Deutschlandtour 2007 festgelegt. Aufgrund der Erfahrungen mit der Tour de France in den letzten Wochen setzt die ARD auf ein flexibles Sendekonzept, dass neben der Live-Berichterstattung auch eine ausführliche journalistische Aufarbeitung der Doping-Problematik im Radsport vorsieht. Das beschlossen die Intendantinnen und Intendanten auf einer Schaltkonferenz am heutigen Mittwoch einstimmig.

Der ARD wurde zuvor ein verschärfter Anti-Doping-Maßnahmenkatalog vorgelegt, dessen Einhaltung die Veranstalter der Deutschlandtour verbindlich zugesagt haben.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff: “Die Maßnahmen, die die Deutschland-Tour zugesichert hat, sind absolut notwendig, damit der Radsport im Kampf gegen das Doping langfristig überhaupt eine Chance hat. Unsere Journalisten werden sich selbst ein genaues Bild davon machen, wie die Maßnahmen angewendet werden und das Publikum ausführlich informieren. Das gilt auch für den Hörfunk.”

Die Maßnahmen, zu denen sich die Veranstalter verpflichtet haben, sind im Vergleich zur Tour de France nach Einschätzung der ARD eine deutliche Verbesserung, weil die Kontrollen engmaschiger und effektiver werden.

Die Veranstalter der Deutschlandtour haben zugesichert, dass die Nationale Antidoping-Agentur Deutschland (Nada) eine im Vergleich zur Tour de France deutlich erhöhte Anzahl von Doping-Tests durchführen wird, bei denen sowohl Urin- als auch Blutproben der Fahrer untersucht werden.

Zur Durchführung der Doping-Tests wird das so genannte Chaperon-System angewendet, bei dem jeder Fahrer, der einen Test zu absolvieren hat, im Zieleinlauf von einer speziell für ihn zuständigen Aufsichtsperson erwartet wird. Dieses Verfahren ist ohnehin international verbindlich vorgeschrieben. Allerdings werden die Fahrer bei der Deutschlandtour erstmals dazu verpflichtet, sich im Zielbereich sofort und eigeninitiativ mit ihren Aufsichtspersonen zu treffen. Diese werden die Fahrer dann bis zum Abschluss der Probenent¬nahmen zu keinem Zeitpunkt unbeobachtet lassen. Manipulationen sollen so ausgeschlossen werden.

Das Chaperon-System soll von einer unabhängigen Steuerungsgruppe koordiniert werden. Eine hochrangige und in besonderem Maße glaubwürdige Persönlichkeit soll dieser Gruppe als Garant für einwandfreie und faire Kontrollen angehören.

Siegprämien werden erst nach vollständiger Auswertung aller während der Rennen durchgeführten Doping-Tests ausgezahlt.

Jeder Fahrer wird vor Beginn der Rennen eine Ehrenerklärung abgeben.

Zu dem Maßnahmenkatalog gehört auch, dass die Veranstalter jeden Verstoß kurzfristig und angemessen sanktionieren. Es besteht Einvernehmen, dass die ARD Übertragungen andernfalls sofort beenden wird.

Rennställe, die sich nicht an die Auflagen halten und Fahrer, die unter Dopingverdacht stehen, sollen bei der Deutschland-Tour nicht am Start sein.

Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff: “Wir haben uns diese Entscheidung im Lichte der Ereignisse bei der Tour de France nicht leicht gemacht. Wir bleiben bei unserer Linie, beim Radsport ganz konkret für das jeweilige Ereignis und am Einzelfall unsere Programmentscheidungen zu treffen. Die Veranstalter der Deutschlandtour haben einen weitreichenden Maßnahmenkatalog für den Kampf gegen Doping festgelegt, dem das neue Sendekonzept angemessen Rechnung trägt”.

Polizeiruf 110 – Neues Duo ermittelt

2009 wechselt das Ermitler-Duo beim Polizeiruf 110 des Bayerischen Rundfunks. Jörg Hube und Stefanie Stappenbeck übernehmen als Kommissare Friedl Papen und Uli Steiger von Edgar Selge und Michaela May als Kommissare Jürgen Tauber und Jo Obermaier.

Für Jörg Hube ist es fast so etwas wie eine Rückkehr: Er hatte 1994 im ersten BR-Polizeiruf 110 “Gespenster” an der Seite von Leslie Malton den Polizeipräsidenten gespielt. Mit dem Bayerischen Rundfunk hat Hube schon intensiv zusammengearbeitet: u. a. verkörperte er in der preisgekrönten BR-Serie “Löwengrube” den  Vater Ludwig Grandauer und dessen Sohn Karl. In der für den Oscar nominierten BR-Kinokoproduktion “Sophie Scholl – Die letzte Tage” war Jörg Hube 2005 als Robert Scholl, Vater von Hans und Sophie, zu sehen. Am 7. Oktober um 19.45 Uhr strahlt das Bayerische Fernsehen die Komödie “Das große Hobeditzn” mit Jörg Hube in der Hauptrolle aus.

Stefanie Stappenbeck hat für den Bayerischen Rundfunk u. a. in dem Dominik-Graf-Film “Hotte im Paradies” und in dem Mehrteiler “Die Manns – ein Jahrhundertroman” von Heinrich Breloer gespielt.

Der erste Polizeiruf 110 mit Jörg Hube und Stefanie Stappenbeck wird Ende 2008 gedreht und 2009 gesendet. Bis dahin sind noch vier Polizeiruf 110 – Folgen mit Edgar Selge und Michaela May zu sehen – der nächste ist “Jenseits” von Eoin Moore am 4. November um 20.15 Uhr im Ersten. Insgesamt standen die beiden als Kriminalhauptkommissare Jürgen Tauber und Jo Obermaier 17 Mal gemeinsam vor der Kamera.

Bettina Reitz, Leiterin des Programmbereichs Spiel – Fim – Serie beim Bayerischen Rundfunk: “Jörg Hube hat bis jetzt alle Anfragen, Serien-Kommissare auf Dauer zu spielen, abgelehnt. Deshalb freue ich mich sehr und empfinde es als besondere Ehre, dass er die Nachfolge von Edgar Selge  angenommen hat. Auch Stefanie Stappenbeck hat sich ebenfalls sehr über das Angebot gefreut, da sie hier eine Figur langfristig entwickeln kann. Sie wird an der Seite von Jörg Hube Farben ihrer Schauspielkunst zeigen können, die sie so bisher noch nicht in Filme einbringen konnte.”

Cornelia Ackers, beim BR für den Polizeiruf 110 verantwortliche Redakteurin: “Jörg Hube ist als Kabarettist sein eigener Autor, er ist Schauspieler und  Inszenator seines eigenen Bühnenprogramms. Natürlich ist es nicht einfach, einer solchen Fülle an Erfahrung und künstlerischer Bandbreite gerecht zu werden. Das ist für mich eine Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Ebenso wie auf die spannende Entwicklung der Figur von Stefanie Stappenbeck. Es fällt mir sehr schwer, auf das Duo Tauber und Obermaier zu verzichten. Aber wenn ihr letzter Polizeiruf im Jahre 2009 gesendet wird, dann haben beide in 17 Polizeirufen viele entscheidende Facetten ihrer Figuren gezeigt. Ein neues Duo, das bewusst eine ganz andere Tonalität zeigen wird als das vorherige, bringt auch wieder neue Geschichten, neue Herausforderungen und neue Ideen mit sich.”