VANITY FAIR zu Besuch bei Courtney Love: “Ich habe im Augenblick niemand, so lange war ich noch nie solo.”
“Das Dumme am klaren Kopf ist, dass die Promiskuität gleich zum Teufel ist. Wer high ist, bildet sich viel leichter ein, verliebt zu sein. Ich habe im Augenblick niemand, so lange war ich noch nie solo. Ich wäre liebend gerne verliebt”, beschreibt Courtney Love ihr derzeitiges Befinden in VANITY FAIR. Für ihren verstorbenen Mann Kurt Cobain hat sie noch immer starke Gefühle – unter Tränen gesteht sie: “Ich habe ihn sehr geliebt. Er war mein bester Freund. Einen so guten Freund werde ich wahrscheinlich im Leben nicht mehr finden. Er fehlt mir sehr. Hätte man nur rechtzeitig die richtige Diagnose gestellt, er könnte jetzt noch leben.”
“Eigentlich dürfte ich nach dieser Suchtkarriere auch tatsächlich nicht mehr am Leben sein”, resümiert die Sängerin ihr bisheriges Leben, das von Drogenexzessen überschattet war. Doch sie hat aus ihren Fehlern gelernt und will nun andere unterstützen. Derzeit telefoniere sie viel mit Pete Dohertys Mutter. Sie wolle Kate Moss überreden, zu einer 12-Schritte-Gruppe zu gehen. “Ich bin der Kummerkasten für die Geschädigten”, sagt sie. “Ich stand kurz davor, alles zu verlieren, was ich mir erarbeitet hatte. Aber ich habe wunderbare Freunde und eine wunderbare Tochter. Langsam erreiche ich den Punkt, an dem ich anderen helfen kann, wie man mir geholfen hat. Nicht jeder kriegt eine zweite Chance.”