» 2007 » May

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Medien Weblog

Holtzbrinck uebernimmt myphotobook

Holtzbrinck übernimmt myphotobook / Europaweit führender Anbieter von Fotobüchern gehört nun zur Verlagsgruppe – Gründer bleiben im Management

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat mehrheitlich die Anteile an dem Berliner Unternehmen myphotobook (www.myphotobook.de) übernommen. Der Kauf, über dessen Preis Stillschweigen vereinbart wurde, steht noch unter Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden. Zukünftig wird die Beteiligung innerhalb der Verlagsgruppe von Holtzbrinck Networks gehalten.

“Mit der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck haben wir den idealen Partner gefunden, um uns auf dem stark wachsenden Markt für individualisierte Fotobücher und digitale Fotofinishings optimal zu positionieren”, sagte myphotobook Geschäftsführer und Gründer Jan Christoph Gras. Er fügte hinzu: “Unser Boot ist gut gerüstet und auf einem goldrichtigen Kurs – nun haben wir auch den perfekten Wind in den Segeln.”

Fakten myphotobook

Die Berliner myphotobook GmbH wurde im September 2004 gegründet und stellt seinen Kunden eine Software zum Erstellen von hochwertig gebundenen Fotobüchern zur Verfügung. myphotobook ist heute in über 15 Ländern vertreten und eines der am stärksten wachsenden Unternehmen in diesem Segment. Darüber hinaus betreibt die Gesellschaft die Internetplattform fotoalbum.de, auf der man sich neben Fotobüchern auch Einzelabzüge, personalisierte Fotoleinwände und Kalender erstellen kann.

“Die internationale Erfolgsstory von myphotobook in dieser kurzen Zeit ist sehr beeindruckend. Daher ist es für uns außerordentlich wichtig, dass sich an der Konstellation dieses Teams nichts ändert und die Firma als eigenständige Einheit bestehen bleibt.” kommentierte Konstantin Urban, Geschäftsführer von Holtzbrinck Networks die Übernahme.

Fakten Holtzbrinck

Der Investitionsfokus von Holtzbrinck Networks liegt auf europäischen B-to-C-Firmen mit einer führenden Marktstellung. Für die Verlagsgruppe bedeutet die Mehrheitsbeteiligung an dem Berliner Start-Up einen weiteren logischen Schritt in diese Richtung. “Individualisierte Bücher, egal ob als Foto- oder Textbuch, haben ein riesiges Marktpotential und ergänzen unser Portfolio in diesem Bereich neben buecher.de und bol.com perfekt”, so Urban.

Zu der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehören unter anderem das Handelsblatt, der Tagesspiegel und die Zeit. In der Holtzbrinck Networks GmbH werden die strategischen Internetbeteiligungen gebündelt. Zum Portfolio gehören neben myphotobook unter anderem auch Europas größte Online-Partneragentur Parship, Europas führende Online-Studenten-Community StudiVZ sowie der holländische E-Commerce-Marktführer bol.com

Weblink:
Bericht bei Golem:
http://www.golem.de/0705/52392.html

El-Masri sieht sich von Geheimdiensten bedroht

stern.de: El-Masri sieht sich von Geheimdiensten bedroht

Das deutsche CIA-Entführungsopfer Khaled el-Masri, der vorigen Donnerstag in Neu-Ulm einen Großmarkt angezündet hat, sieht sich seit längerem von Geheimdiensten bedroht. Das sagte am Montag sein Anwalt Manfred Gnjidic nach einem Gespräch mit el-Masri am Vortag zu stern.de, dem Online-Magazin der Hamburger Zeitschrift stern.  El-Masri habe ihm davon berichtet, dass Ende 2006, als er nachts auf einer vierspurigen Bundesstraße von Ulm Richtung Biberach gefahren sei, plötzlich fünf Wagen aufgetaucht und zwanzig Kilometer lang hinter und neben ihm hergefahren seien.

El-Masri, der nach der Brandstiftung in die psychiatrische Abteilung eines Bezirkskrankenhauses eingewiesen worden war, gibt laut Gnjidic zu, dass er den Brand gelegt habe. Bei seiner Verhaftung solle er gesagt haben: “Wäre ich damals auf das Angebot der Amerikaner eingegangen, hätte ich jetzt nicht die Schwierigkeiten.” Der Deutsch-Libanese war Ende 2003 bei einer Reise nach Mazedonien vom US-Geheimdienst CIA festgehalten und in ein Geheimgefängnis in Afghanistan verschleppt worden.

Nach el-Masris Darstellung hatte er vor einigen Wochen in dem Neu-Ulmer Großmarkt einen MP3-Player erworben. Als das Gerät nicht funktionierte und er es am Tag darauf umtauschen wollte, habe eine Verkäuferin ihm vorgeworfen, er habe an dem MP3-Player herummanipuliert. “Wohin haben sie die Batterien denn reingesteckt?”, soll ihn die Metro-Mitarbeiterin gefragt haben. El-Masri darauf in Rage: “In ihren Arsch.” Dennoch habe er an diesem Tag noch in aller Ruhe im Großmarkt einkaufen können, so berichtete jetzt el-Masri seinem Anwalt. Erst später habe der Großmarkt ihm Sachbeschädigung vorgeworfen. Und erst einen Tag später sei ein Hausverbot gegen ihn verhängt worden. Eine Mitarbeiterin habe ihm dabei ironisch “einen schönen Tag” gewünscht. Am nächsten Tag sei er wieder gekommen, habe seinerseits einen “schönen Tag” gewünscht – und die Metro-Angestellte angespuckt.

Anwalt Gnjidic sagte zu stern.de: “Mein Mandant fragt sich, ob er bewusst provoziert wurde, damit er ausrastet.” El-Masri habe ständig Angst um das Leben seiner Kinder. Schon zwanzig Tage vor der Brandstiftung habe er sie aus der Schule genommen. Kurz vor seiner Tat habe die Schulleitung die Rückkehr der Kinder gefordert. Seit diesem Montag gingen sie wieder zur Schule, so Gnjidic.

Tom Cruise schaltet die Konkurrenz aus

Killer-Quoten für ProSieben: 19,4 Prozent der 14- bis 49-Jährigen begaben sich am Sonntagabend mit Tom Cruise und Jamie Foxx auf eine Höllenfahrt durchs nächtliche Los Angeles. Mit dem Blockbuster “Collateral” sicherte sich ProSieben überlegen den Prime-Time-Sieg in der werberelevanten Zielgruppe (RTL: 15,7% MA).

Im Anschluss punktete der Sender mit dem Actionthriller “Dark Blue”. 14,8 Prozent der Zuschauer (14-49 Jahre) kämpften mit Kurt Russel gegen Korruption und Rassismus – und gewannen für ProSieben die Marktführerschaft auch in der Late Prime Time.

Beide Action-Knaller zahlten somit in das Ergebnis eines starken Sonntags ein: 13,0 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe – und Tagesmarkt-Sieg für ProSieben.

Basis: Alle Fernsehhaushalte Deutschland (D + EU)
Quelle: AGF/GfK Fernsehforschung / pc#tv aktuell / SevenOne Media
Marketing & Research; Erstellt: 21.5.2007 (vorläufig gewichtet: 20.5.2007)

Live vom G8-Gipfel aus Heiligendamm

PROGRAMMHINWEIS Programmschwerpunkt G8, 60 Stunden vom G8-Gipfel live aus Kühlungsborn/Heiligendamm, PHOENIX-PROGRAMMHINWEIS, Samstag, 2. Juni 2007 bis Freitag, 8. Juni 2007

Insgesamt 60 Stunden, so umfangreich wie kein anderer Sender, berichtet PHOENIX vom Treffen der Staats- und Regierungschefs der acht wichtigsten Industriestaaten Anfang Juni in Heiligendamm, vom G8-Gipfel. Mit Live-Übertragungen, Interviews, Reportagen und Gesprächssendungen  begleitet  der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF das Geschehen beim Gipfeltreffen, wie gewohnt umfassend und verlässlich.

Schon am Wochenende vor dem Treffen der Regierungschefs in Heiligendamm meldet sich PHOENIX aus Rostock von den Vorbereitungen auf den Gipfel sowie von den Gegenveranstaltungen der Gipfel-Kritiker. PHOENIX  wird erstmals die gesamte Berichterstattung vom G8-Gipfel 2007 im Format 16:9 ausstrahlen.

Weltweit haben Globalisierungsgegner zu Aktionen “gegen die Politik und Folgen  des wirtschaftlichen Handelns der G8-Staaten” aufgerufen.  Am Samstag, 2. Juni  überträgt der Politik-Sender ab 16.00 Uhr die Kundgebung der G8-Gegner “Move against G8″ in Rostock.

In Kühlungsborn führen Alexander Kähler und Ines Arland durch das PHOENIX-Programm. Gemeinsam mit Experten analysieren sie die Ergebnisse des Gipfels. Vom Tagungsort Heiligendamm berichten die PHOENIX-Reporter Gerd-Joachim von Fallois,  Marco Frezzella, Michael Kolz, Inga Kühn und Martin Richter. Sie melden sich von verschiedenen Schauplätzen und begleiten die offiziellen Gipfel-Verhandlungen ebenso wie die erwarteten Gegendemonstrationen.

Insgesamt 60 Stunden Programm sendet PHOENIX anlässlich des G8-Gipfels aus Mecklenburg -Vorpommern. Das PHOENIX-Team überträgt an den Gipfeltagen große Teile seines gesamten Programms aus Heiligendamm .  Dazu gehören:  die umfangreichen “vor Ort-Strecken” , die “PHOENIX Runde” um 22.15 Uhr, die Gaby Dietzen moderieren wird, und “der Tag” um 23.00 Uhr .

Ergänzt wird die aktuelle Live- Berichterstattung vom Gipfel über mehrere Tage durch spannende und hochaktuelle Dokumentationen und Reportagen. Den Schlusspunkt des großen Themenschwerpunktes bildet die Abschluss-Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8. Juni. PHOENIX berichtet an diesem Tag von 9.00 – 17.30 Uhr vom G8-Gipfel.

Dokumentationen und Reportagen:

In der Reportage “Mehr Gerechtigkeit – Ideen für eine bessere Welt” (2. Juni, 14. 45 Uhr, Wdh. 7. Juni) von Britta Wauer kommen ganz unterschiedliche Menschen, die alle versuchen ihre Visionen von einer besseren Welt zu verwirklichen, zu Wort. Eine von Wauters’ Geschichten ist die des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus, der mit seiner Grameen Bank Kleinstkredite an arme Menschen vergibt, die sich aus eigener Kraft keine Existenz aufbauen könnten. Sylvia Bleßmann begleitete mit zwei Kamerateams des ZDF in ihrem Film “Hinter verschlossenen Türen” (Wdh. 6. Juni) über fast sieben Monate Menschen bei ihren Vorbereitungen auf den Gipfel von Heiligendamm. Ein interessanter Einblick in den Aufbau umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen rund um Heiligendamm, wie sie die Bewohner des kleinen Kurorts nie zuvor gesehen haben. Ebenfalls am 2. Juni berichtet PHOENIX im Anschluss von einer Kundgebung von Globalisierungsgegnern, die unter dem Motto “Move against G8″ ihrem Unmut über die Politik der acht größten Wirtschaftmächte der Welt Ausdruck verleihen wollen.

Am 6. Juni sendet PHOENIX den Film “Matjes für die Mächtigen – Heiligendamm im Gipfelstress”. Er zeigt den Ort in der Nähe von Rostock in der Zeit der Gipfelvorbereitungen. Hier bekommt man einen Einblick von dem, was hinter den Kulissen des G8-Gipfels geschieht. Man bereitet sich darauf vor, den Staatschefs der führenden Industrienationen und auch den zahlreich angereisten Gipfelgegnern ihren Aufenthalt an der Ostsee so angenehm wie möglich zu machen: Eine erfrischende Dokumentation zum politischen Großevent.

Am 7. Juni zeigt PHOENIX mit “Bullshit! – Diese Welt ist nicht zu verkaufen” eine viel beachtete Dokumentation von PeÅ Holmquist und Suzanne Khardalian. Ein Film, der von einer Kämpferin gegen die Globalisierung handelt. Die Inderin Vandana Shiva setzt sich zur Wehr gegen die Patentierung von genmanipuliertem Weizen. Sie kämpft an gegen die Grundwasser-verschmutzung durch eine Abfüllanlage des Coca-Cola-Konzerns und sucht nach Gründen für die steigende Selbstmordrate von Bauern als Folge der Globalisierung. Ein beeindruckender Film über eine Frau, die das TIME-Magazine “Heldin unserer Zeit” nennt und die von ihren Gegnern als “The Green Killer” bezeichnet wird.

Um 21.00 Uhr folgt in Erstausstrahlung zum G8-Gipfel die Dokumentation “Hoffnung für Afrika? – Heiligendamm und die Hilfe für den schwarzen Erdteil”. Bereits 2005, beim letzten G8-Gipfel im schottischen Gleneagles, war die Situation Afrikas ein zentrales Thema. In Heiligendamm will Bundeskanzlerin Angela Merkel das Thema wieder auf die Tagesordnung bringen. Richard Klug und sein Team beleuchten in ihrem Film, während Besuchen im ölreichen Angola, in Mosambik und in Südafrika, die Situation armer und reicher afrikanischer Länder.

Anschlag auf Bundeswehr in Afghanistan

LVZ: Leipziger Volkszeitung zu Anschlag auf Bundeswehr

Während der Parteipolitiker Franz Josef Jung mit den anderen vom CDU-Männerbund des “Anden-Paktes” in Kopenhagen über die zementierte Machtstellung der einst ungeliebten Angela Merkel sinnierte, brachte ein Selbstmord-Attentäter in Kundus Mord und Terror mitten hinein in die Bundeswehr. Der Bundesverteidigungsminister wechselte rasch zum Dienstverantwortlichen für seine Soldaten. Politik kann erschreckend schnell todernst werden.

Im Gefolge des Irak-Desasters missbrauchen Taliban, Drogenbarone und Kriegsherrn die Irakisierung Afghanistans für ihre Zwecke. Der Anschlag wird auch die erstaunliche Teilnahmslosigkeit an dem Einsatz in der Bundesrepublik beenden. Deutsche Soldaten sind, im Auftrag der Bundesrepublik, Teil der Kriegswirklichkeit. Verfassungsrechtlich ist dieser Befund bedenklich, Stimmungsmäßig ist er bedrohlich. Der Marschbefehl für immer neue Kontingente ist militärisch knapp zu regeln. Die politische Verantwortung darf sich nicht auf unverbindliche Truppenbesuche und auf parlamentarische Schaukämpfe reduzieren. Es geht ums Überleben – und um Sinn oder Unsinn einer militärischen Anti-Terror-Politik. Trauer, Betroffenheit und Ratlosigkeit prägen das Bild. Nicht nur die USA im Irak, auch die Nato in Afghanistan steht vor dem Chaos: Es gibt keine Exit-Strategie für derlei Einsätze. Im Ernstfall klappt nicht einmal das einfachste Krisen-Ein-mal-Eins: Jung plauderte eine bevorstehende Reise seines Kabinettskollegen Steinmeier nach Afghanistan aus. Solche Visiten im voraus geheim zu halten gehört eigentlich zum selbstverständlichen Vorsorge-Paket der Terror-Abwehr. Auch der frühere Verteidigungsminister Rudolf Scharping hatte einmal versehentlich Geheimbedürftiges ausgeplaudert.

Deutsche Soldaten mit ihrer beispielhaften Verbindung von Zivilität und Wiederaufbau leisten Beeindruckendes. Ob dieser alternativlose, humane Ansatz noch eine Chance hat, wenn ringsum blindwütiger Terror herrscht, ist fraglich. Eine Stabilisierung ist ohne Bündnispartner im Land – inklusive moderater Vertreter des Widerstands – nicht zu machen. Einige Vertreter der Linkspartei haben gemeint, sie könnten politisch punkten wenn sie die Bundesregierung verantwortlich machen für die Terroropfer von Kundus. Das kommt einem politischen Verbrechen nahe. Und es ist nicht weit entfernt von der blindwütigen Ideologie am Hindukusch, die den Konflikt mit den internationalen Friedenstruppen anheizt.

Billiglösungen sind nicht zu haben. Zu denen würde der überstürzte Abzug der Isaf-Truppen gehören. Aber spätestens bei der im Herbst anstehenden Mandats-Verlängerung für die deutschen Afghanistan-Kontingente ist Aufrichtigkeit gefragt. Kann dieser Einsatz in diesem Irak-Umfeld noch befriedend wirken? Damit verbunden ist die Frage: Ist die bloße Verlängerung eines Einsatzes verantwortbar, ohne dass er von den Verantwortlichen nicht auch grundsätzlich in Frage gestellt werden kann? Zweifel sind Pflicht. (Leipziger Volkszeitung)